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Politikwissenschaftler

 

Zum Studium der Politologie und Geschichte entschied ich mich, um eine breite Allgemeinbildung zu gewinnen. Über die Welt, Europa, Deutschland, die Politik, die Wirtschaft, die großen Zusammenhänge, gerade internationale.

 

Ich habe meine Studien immer mit Reisen in die Welt verbunden. Tausende Seiten zu lesen, wie etwa in den Jahren meiner Promotion, ist das Eine, sich die Welt vor Ort anzuschauen, das Andere. Beides gehört für mich zusammen! Das freiwillige und äußerst gewinnbringende, stundenlange Diskutieren von Texten im Kolloquium von Prof. Helmut König an der RWTH Aachen ebenso wie das Studieren am lebendigen Beispiel von Cuba bis Kapstadt, von Buenos Aires bis Washington, von Nairobi bis New York. An der Uni habe ich mich über die Jahre auf die Demokratie- und Transformationsforschung spezialisiert.

 

Nicht so sehr im Sinne der quantitativen Sozialforschung als vielmehr des Zusammenführens unterschiedlichster Gesellschaftsanalysen. Das „Große Ganze“, das Gesamtbild hat mich immer mehr interessiert als die Suche nach dem letzten Detail. Allerdings entbindet dies nicht von der zeitaufwändigen Recherche und Durchdringung der Zusammenhänge. Dies habe ich von meinen Magisterklausuren über das Ermächtigungsgesetz im Dritten Reich oder über den Systemvergleich USA-BRD bis hin zur Dissertation über die Geschichte des Endes der Apartheid verfolgt und ernst genommen.

 

Ohne eine gesunde Basis kein Gesamtbild und kein Vergleich der Systeme!

 

Heute bin ich - neben meiner Südafrika-Expertise - auf den Vergleich der Kontinente und Systeme spezialisiert. Was verbindet Ost-Europa, Lateinamerika, Asien und Afrika?

Das noch recht junge - und deshalb weitgehend defizitäre - Überwinden von autoritären Systemen und Etablieren von Demokratie. Oder besser gesagt, das Bemühen darum. Wo gibt es Parallelen, wo gravierende Unterschiede?

Was charakterisiert einzelne Länder besonders, was sind typische Gemeinsamkeiten auf den Kontinenten, wie etwa kollektive Mentalitäten?

Meine These wäre, dass sich die Demokratie in einer Krise befindet. Trotz der Tatsache, dass mehr Länder denn je sie eingeführt und „etabliert“ haben als je zuvor. Denn: Nicht überall, wo Demokratie drauf steht, ist sie auch drin. Wie steht es um Meinungsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit und „Gleichheit“ wirklich?

Wie weit geht die Kritik an „jungen Demokratien“, bevor man sie als gar keine „echten“ Demokratien entlarven muss?

Wie weit geht sie auch an den vermeintlich vorbildlichen westlichen Systemen Europas und der USA? Mein Credo: Keine Einordnung ohne Vergleich!

 

Political Scientist

I have been working on South Africa over the last 14 years – for several German media and as a political scientist at the University of Aachen.

 

I was born on the 18th November 1969 in Aachen, finished high-school there (1989) and started university in 1990 after my military service. I finished my studies in political science, history and international relations in 1997/8 with a thesis on the “Process of Reconciliation in Nelson Mandela´s New South Africa – the Impact of Sport on Nation-building”. Afterwards I stayed at the University of Aachen in order to do my PhD in political science and wrote a book with the title: “From Apartheid to Democracy. The Political Transformation of South Africa.” (2003) Several studies on modern day South Africa followed and I have been teaching international politics ever since.

 

Apart from my focus on South Africa, I have always been working as a sports-journalist. Starting at local level with newspaper- and radio-work, I spent some years in the TV-business and joined national radio in 2001. Since then I have covered professional football, tennis and ice-hockey for the Cologne-based WDR and all the other public radio stations in Germany (ARD).

 

In November 2007 I celebrated my 20th anniversary of sports-journalism as my first article appeared on my 18th birthday. For the last 14 years I have found a “second home” in South Africa. Right after my first trip to the country I felt a special commitment to Africa - and it has continued to the present day. The initial interest in South Africa´s beautiful nature and fascinating society / politics has turned into a much larger project incorporating “all” aspects of the “New South Africa”.

 

I was privileged to meet ordinary South Africans from all spheres of life up to the highest office: President Thabo Mbeki, Archbishop Desmond Tutu, former President F.W. de Klerk, Judge Johan Kriegler, 2010 CEO Danny Jordaan, Benny McCarthy, Zapiro and so on.