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Nach 14 Jahren intensiver Beschäftigung mit dem Land, seinen Menschen, seiner Politik, seiner Natur und seiner Seele als Sportnation darf ich mich als Südafrika-Experten bezeichnen.
Was 1996 mit einer ersten Reise von Namibia durch Zimbabwe bis nach Kapstadt begann, fand einen vorläufigen Höhepunkt in meiner Begeisterung für die Fußball-WM 2010.
Die WM ist genau an der richtigen Stelle, in einem Schwellenland zwischen Erster und Dritter Welt. Hier kann dieses größte Sportereignis einen idealen Hebel der Entwicklung ansetzen - nach innen und nach außen. Nach innen, um der noch jungen Nation neben einer verbesserten Infrastruktur vor allem einen neuen Schub des Zusammengehörigkeitsgefühls zu geben. Nach außen, um der Welt auch einmal ein anderes als das übliche negative Afrikabild zu zeigen. Beides wird gelingen!
Südafrika wird nach der WM weiter entwickelt und gesellschaftlich geeinter sein als zuvor. Südafrika wird nach der WM ein attraktiverer Standort für Investitionen und Tourismus sein als zuvor. Das Land hat Beides verdient. Nelson Mandela hat es verdient! Sein Lebenswerk hat mich immer fasziniert, von seiner Freilassung 1990, die ich ebenso im Fernsehen sah, wie seine Vereidigung als erster allgemein gewählter Präsident 1994. Bis zur Überreichung des Weltpokals im Rugby-Nationaltrikot an den einstigen „Feind“, den Kapitän der von Weißen dominierten Springboks, 1995 und zur gleichen Geste 1996 gegenüber der Fußball-Nationalmannschaft Bafana Bafana. Nelson Mandelas Versöhnungspolitik und seine symbolischen Gesten des Nation-Building haben mich zu meiner Magisterarbeit 1998 animiert, mein Buch „Von der Apartheid zur Demokratie. Die politische Transformation Südafrikas“ folgte 2003/4.
Seitdem arbeite ich als Dozent und Referent zu Südafrika, sowohl an Unis als auch bei diversen anderen Institutionen. Ich habe gerade im Vorfeld der WM quasi wöchentlich Vorträge gehalten, etwa zuletzt in Göttingen und Schwerin, und daneben zahlreiche Veranstaltungen moderiert, etwa für die Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin, Hamburg und Leipzig. Jedes Jahr habe ich seit meiner ersten Reise 1996/7 das Land am Kap besucht und analysiert. Unter anderem zum Confederations-Cup als WM-Generalprobe 2009. Die nächste Reise führt mich im Juni/Juli 2010 zur Analyse der WM selber.
Grundbildung und Update - ein Prinzip, das sowohl mein journalistisches als auch wissenschaftliches Arbeiten prägt. 2006 erfand ich mit der Entwicklungsorganisation InWEnt die „Partnerschaft mit Kick 2006-2010“, die die Erfahrungen der WM in Deutschland für Südafrika nutzbar machen sollte. Ich glaube, das Vorhaben ist weitgehend gelungen. Und ein Buch über die WM 2010 wird folgen, in dem der Weg Südafrikas zum offensichtlich erfolgreichen Gastgeber nachgezeichnet wird.
Meine Publikationen zu Politik, Gesellschaft und Sport in Südafrika reichen von Artikeln in Zeitungen und Studien etwa für die Bundeszentrale für Politische Bildung oder die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) bis hin zu einigen Buchbeiträgen in „Vielfalt und Gegensätze. Südafrika“ im Rahmen der Bertelsmann-Reihe Atlantica. Auf der Basis meiner Südafrika-Expertise, die ich im Nachlauf der WM selbstverständlich weiter ausbauen werde, möchte ich zudem den Blick intensiver auf Brasilien richten, den kommenden Gastgeber der Fußball-WM und von Olympia.
I have been working on South Africa over the last 14 years – for several German media and as a political scientist at the University of Aachen.
I was born on the 18th November 1969 in Aachen, finished high-school there (1989) and started university in 1990 after my military service. I finished my studies in political science, history and international relations in 1997/8 with a thesis on the “Process of Reconciliation in Nelson Mandela´s New South Africa – the Impact of Sport on Nation-building”. Afterwards I stayed at the University of Aachen in order to do my PhD in political science and wrote a book with the title: “From Apartheid to Democracy. The Political Transformation of South Africa.” (2003) Several studies on modern day South Africa followed and I have been teaching international politics ever since.
Apart from my focus on South Africa, I have always been working as a sports-journalist. Starting at local level with newspaper- and radio-work, I spent some years in the TV-business and joined national radio in 2001. Since then I have covered professional football, tennis and ice-hockey for the Cologne-based WDR and all the other public radio stations in Germany (ARD).
In November 2007 I celebrated my 20th anniversary of sports-journalism as my first article appeared on my 18th birthday. For the last 14 years I have found a “second home” in South Africa. Right after my first trip to the country I felt a special commitment to Africa - and it has continued to the present day. The initial interest in South Africa´s beautiful nature and fascinating society / politics has turned into a much larger project incorporating “all” aspects of the “New South Africa”.
I was privileged to meet ordinary South Africans from all spheres of life up to the highest office: President Thabo Mbeki, Archbishop Desmond Tutu, former President F.W. de Klerk, Judge Johan Kriegler, 2010 CEO Danny Jordaan, Benny McCarthy, Zapiro and so on.






